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Radon: Vorkommen - Risiko - Empfehlungen
Radioaktive Stoffe und ionisierende Strahlung sind ein Teil der Natur. Wir sind ständig einer natürlichen Strahlenbelastung ausgesetzt. Sie wird durch die kosmische Strahlung von der Sonne und aus dem Weltraum verursacht und durch Strahlung von radioaktiven Stoffen, die sich seit Entstehung der Erde in Gesteinen und im Boden befinden.
In den vergangenen Jahren hat man im Strahlenschutz erkannt, dass das überall in unserer Umwelt vorkommende radioaktive Edelgas Radon den Hauptanteil der natürlichen Strahlenbelastung darstellt. Radon entsteht beim Zerfall natürlicher radioaktiver Stoffe im Boden und kann durch undichte Fundamente oder Keller in Häuser gelangen und sich in Wohnungen ansammeln. Im Freien wird Radon hingegen rasch verdünnt. Wir atmen mit unserer Atemluft – ob im Freien oder in Häusern – immer auch Radon ein.
Radon in Häusern wird heute weltweit als Problem angesehen, da es mit Abstand das größte umweltbedingte Lungenkrebsrisiko darstellt und nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache von Lungenkrebs ist. So geht man nach dem heutigen Stand der Forschung davon aus, dass etwa 5 % der Lungenkrebstodesfälle in Deutschland (4,8 % in Baden-Württemberg) eine Folge von Radon in Wohnungen sind . In Deutschland sterben jährlich etwa 40.000 Menschen an Lungenkrebs, davon sind 80 bis 90 Prozent durch Rauchen verursacht. Während etwa 260 Menschen an einem Lungentumor durch Passivrauchen sterben, muss man heute davon ausgehen, dass ungefähr 1900 Lungenkrebstodesfälle in Deutschland (etwa 170 in Baden-Württemberg) durch Radon verursacht werden.
Im Januar 2006 wies die Weltgesundheitsorganisation darauf hin, dass Radon ein unterschätztes, aber weit verbreitetes Gesundheitsrisiko darstellt, und rief dazu auf, über Radon zu informieren.
Man ist Radon aber nicht hilflos ausgesetzt, sondern kann etwas dagegen tun! Es gibt kostengünstige Möglichkeiten, Radon durch Messungen nachzuweisen und oft helfen einfache Maßnahmen, um die Konzentration von Radon in Häusern zu reduzieren.
Die unter „Infomaterial“ abrufbare Broschüre informiert darüber, woher Radon kommt, wo wir Radon im Alltag begegnen, weshalb Radon ein Gesundheitsproblem darstellt und was jeder Einzelne selbst gegen Radon tun kann.