Tanja Gönner informiert sich beim Institut für Wasser und Gewässerentwicklung (IWG) in Karlsruhe

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Tanja Gönner informiert sich beim Institut für Wasser und Gewässerentwicklung (IWG) in Karlsruhe

Fließgewässersimulation hilft den Einfluss der Klimaänderungen auf die Hochwassergefahr der Flüsse nachzuvollziehen

Baden-Württemberg08.02.2010Beim Institut für Wasser und Gewässerentwicklung in Karlsruhe, Teil des KIT (Karlsruher Institut für Technology), informiert sich heute (8. Februar 2010) Umweltministerin Tanja Gönner über die Forschungsschwerpunkte im Bereich der naturnahen Gewässerentwicklung und der Fließgewässersimulation. "Das Institut ist ein wichtiger Partner der Wasserwirtschaft mit hoher Kompetenz bei den Themen naturnahe Gewässerentwicklung und Fließgewässersimulation", betonte die Umweltministerin bei den Gesprächen mit der Institutsleitung. Die Revitalisierung der Bäche und Flüsse im Land müsse weiter vorankommen.

Das IWG unterstützt das Land weiterhin bei den Untersuchungen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Hochwasser- und Niedrigwasserabflüsse. "Die Klimafolgenforschung schafft die Grundlage für eine zielgerichtete und wirksame Anpassungsstrategie im Hochwasserschutz", so Gönner. So sei im Kooperationsvorhaben KLIWA (Klimaveränderungen und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft) mit dem Deutschen Wetterdienst und den Ländern Bayern und Rheinland-Pfalz das bis 2050 veränderte Niederschlagsverhalten in Süddeutschland untersucht worden, erläuterte Gönner. Neben einer Zunahme von extremen Wetterereignissen seien vor allem in den Wintermonaten steigende Niederschläge zu erwarten. Folge seien in den Einzugsgebieten von Flüssen und Seen weiter wachsende Hochwassergefahren. "Als Konsequenz wird bei der Bemessung von Hochwasserschutzanlagen der so genannte Lastfall Klimaänderung mit untersucht." Damit sollen mögliche klimabedingte Änderungen der Hochwasserabflüsse bereits in die Planung von Maßnahmen einbezogen werden. Der regionale Klimaänderungsfaktor bewege sich für ein statistisch alle hundert Jahre auftretendes Hochwasserereignis zwischen plus 15 und plus 25 Prozent, so Gönner.


Information:
Umweltministerin Tanja Gönner ist ab 15.40 bis 17.30 Uhr beim Institut für Wasser und Gewässerentwicklung in Karlsruhe, Altes Bauingenieurgebäude Nr. 10.81, Otto-Amman-Platz auf dem Campus Süd, im Sitzungsraum der Fakultät im 3. OG.


Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg

 
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